Vorteile ein Songwriter zu sein

Songwriter erhalten also von der GEMA feste Gebührensätze und können somit nicht wie beispielweise Sänger oder Sängerinnen mit Knebelverträgen und schlechten Konditionen „abgespeist“ werden. Wichtig ist auch, dass das Urheberrecht in Deutschland nicht verkauft werden kann. Das heißt, das Urheberrecht bleibt immer beim rechtmäßigen Urheber – in diesem Fall, dem Songwriter.

Das Urheberrecht gilt über das gesamte Leben des Urhebers und kann sogar vererbt werden. Es gilt dann bis zu 70 Jahre nach dem Tod weiter. Das heißt ganz konkret, dass also auch die Erben von GEMA-Gebühren profitieren können, sofern der Song 70 Jahre nach dem Tod des Songwriters noch gespielt/ aufgeführt oder vervielfältigt wird.

Als Urheber genießt der Songwriter eine ganze Reihe an Rechten, was sein Werk angeht. So darf es beispielweise nicht ohne seine Erlaubnis bearbeitet oder neu vertextet werden. Er kann eine weitere Verbreitung verbieten, wenn es seinen Überzeugungen sehr widerspricht. Und vieles mehr.

Songwriter genießen aufgrund des gesetzlich geregelten Vergütungsanspruchs einen enormen Vorteil gegenüber ausübenden Künstlern. Ausübende Künstler – wie Sänger und Instrumentalisten- haben zwar auch Leistungsschutzrechte, die eine andere Verwertungsgesellschaft wahrnimmt, trotzdem aber erzielt der ausübende Künstler nur einen kleinen Teil seiner Einnahmen aus der Verwertung der Leistungsschutzrechte. Den großen Teil erzielt der Künstler durch Auftrittsgagen und Plattenverkäufe. Ist die Karriere allerdings vorüber, muss der Künstler mit dem erwirtschafteten Geld auskommen. Der Songwriter hingegen erhält bei jedem Radio- oder Fernsehairplay garantiertes Geld auf sein Konto. Evergreens wie zum Beispiel „Last Christmas“ von Wham! spielen alle Jahre wieder Millionen an Verwertungsgesellschaftsgeldern (sogenannte: Tantiemen) in die Taschen der Songwriter. Solche Evergreens kurbeln regelmäßig auch die Plattenverkäufe der entsprechenden Songs an. Wenn der Künstler dann gleich auch noch Songwriter war, ist der Gewinn für ihn natürlich immens. 

Hinzu kommt, dass Songwriter meistens aus dem Hintergrund agieren und so dem ganzen Ruhm und Papparazzo-Rummel entgehen können. Sie leben im Idealfall besser als der Künstler selbst und haben nicht mal die Hälfte seines Stress‘. Somit kann man Songwriter auch getrost zu den geheimen Gewinnern der Musikbranche zählen.

 

Wie wird man Songwriter?

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Was macht ein Songwriter?

Songwriter (zu deutsch: Liedschreiber) schreiben Kompositionen und Texte für bekannte Stars und Künstler. Sie erhalten ihre Gage nicht direkt durch das Produzententeam oder die Plattenfirma, sondern durch die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs und mechanische Vervielfältigungsrechte). Die GEMA tritt als sogenannte Verwertungsgesellschaft im Namen der Urheber (das sind die Songwriter) an alle Konzertveranstalter, Fernseh- und Radiosender, CD-Presswerke und so weiter, um Geld für die Nutzung der Komposition einzufordern. Nach Abzug einer Verwaltungsgebühr, die circa 30% entspricht, erhalten die Songwriter die GEMA-Tantiemen ausgezahlt. Die Höhe der Tantiemen hängt davon ab, wie oft, wo und wann ein Song gespielt worden ist.

Dabei steht es grundsätzlich jedem Songwriter frei, ob er sich von der GEMA vertreten lassen will. Der Anspruch auf eine angemessene Vergütung ergibt sich nämlich bereits aus dem Gesetz. Das heißt, dass auch die Aufführung von Musik eines nicht bei der GEMA angemeldeten Songwriters zu Gebührenforderungen führen kann.

Übrigens hat die GEMA mit Urheberrechtsschutz nichts zu tun. Theoretisch könnte sich jeder mit jedem Lied bei der GEMA anmelden, da eine Kontrolle der Urheberrechtsverhältnisse nicht stattfindet.